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„Bist
g´scheit Burgenland!“ |
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16.
April 2010
Neutal |
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Am 16.4.2010 besuchten ca. 120 Interessierte unsere
Kooperationsveranstaltung „Bist g´scheit Burgenland!“
Der SLÖ, der BSA und das Renner Institut organisierten diese
Veranstaltung, um aufzuzeigen, wie sich das Bildungsland Burgenland
entwickelt hat. Am Podium durfte Moderatorin Nadja Ebinger
folgende BildungsexpertInnen begrüßen:
Dr. Walter Degendorfer, Rektor (Pädagogische
Hochschule), Mag.a Ingrid Schwab-Matkovits,
Geschäftsführerin (Fachhochschulen), Hans Niess,l
Landeshauptmann, Alfred Lehner, Direktor (Neue Mittelschule Markt
Allhau), Jürgen Grandits, Geschäftsführer-Stv. (BFI Burgenland) |
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Laut Landeshauptmann Hans Niessl sind wir ja Nummer 1 in
der Bildung – Wir haben die höchste MaturantInnenquote und wollen diese
natürlich noch weiter ausbauen. Die Einführung der Neuen Mittelschule
ist ein Meilenstein in der Bildungspolitik, die flächendeckende
Umsetzung bleibt jedoch zentrales Ziel. Auch muss die bedarfsgerechte
Tagesbetreuung zum Regelfall werden – als ganz normaler Teil eines
pädagogischen Gesamtkonzeptes. Das vereinfacht die Wiedereingliederung
junger Mütter in den Beruf bei gleichzeitiger Verbesserung der Bildung
für unsere Kinder.
„Mit dem 9 Mio. Euro Jugendpaket können wir im Burgenland
die Ausbildungsgarantie umsetzen: Das heißt, jeder Jugendliche bis 25
Jahre bekommt innerhalb von sechs Monaten ein Ausbildungs- oder ein
Jobangebot. Im Burgenland ist vom Kindergarten bis zur Hochschule der
Zugang zur Bildung frei und kostenlos. Dies soll so beibehalten werden,
um soziale Chancengleichheit zu sichern. |
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Das
BFI
Burgenland hat sich mit verschiedensten Bereichen zu einer
unverzichtbaren Erwachsenenbildungseinrichtung entwickelt: Z.B haben
junge Menschen mit der Facharbeiterintensivausbildung mit
Lehrabschlussprüfung und mit Lehre mit Matura zwei Abschlüsse mit nur
einer Ausbildung. Jugendliche erhalten so eine praxisorientierte
Ausbildung und die Reifeprüfung. Während der beruflichen und
schulischen Ausbildung gibt es die reguläre Lehrlingsentschädigung. Die
Facharbeiterausbildung gepaart mit der Reifeprüfung ergeben bessere
Jobchancen und ermöglichen den Zugang zur Fachhochschulen und
Studienrichtungen. Das BFI ist mittlerweile auch in Ungarn und in
Kroatien tätig.
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Rektor Mag. Walter Degendorfer zeigte auf, dass sich die
Pädagogische Hochschule Eisenstadt genau mit dieser Neuen Lernkultur im
Rahmen der Aus- und Weiterbildung intensiv auseinandersetzt: Durch den
sich aktuell vollziehenden Paradigmenwechsel in der Bildung steht das
Individuum und sein selbständiger und selbstorganisierter Bildungsweg im
Mittelpunkt aller pädagogischen Bestrebungen. Die Nutzung der Potentiale
der heutigen interaktiven Medien erweitert die Möglichkeiten des
Bildungserwerbs. Wie diese Veränderungen pädagogisch sinnvoll zu nutzen
sind, ist eine essentielle Frage des gegenwärtigen Forschungsinteresses.
Mehrsprachigkeit und interkulturelle Bildung: Durch die Geschichte und
Struktur des Burgenlandes zeigt sich, welche Möglichkeiten durch
Mehrsprachigkeit, interkulturelles und interreligiöses Lernen entstehen
können, die beispielgebend im gemeinsamen Europa wirken können. |
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Geschäftsführerin Mag.a Ingrid Schwab-Matkovits erzählte
über die Entwicklung der Burgenländischen Fachhochschulen. Zur Zeit
studieren etwa 1500 junge Menschen an den beiden Standorten. Die
Fachhochschulstudiengänge Burgenland liegen mit ihren zwei
Studienzentren in Eisenstadt und Pinkafeld zentral im neuen Europa. Zur
Wahl stehen Bachelor- und Masterstudiengänge in den vier
Kernkompetenzbereichen Wirtschaft, Informationstechnologie und –management,
Energie-Umweltmanagement und Gesundheit. Die Fachhochschulstudiengänge
Burgenland kooperieren mit 70 Partnerhochschulen und rund 400
Wirtschafts-betrieben in Europa. Burgenlands geografische Lage im Herzen
Europas bietet ideale Voraussetzungen für eine interkulturelle
Ausbildung mit mittel-osteuropäischer Dimension.
Schwerpunkte des Bildungsangebotes:
• Wirtschaft mit Schwerpunkt Mittel-Osteuropa
• Informationstechnologie und –management
• Energie- Umweltmanagement
• Gesundheit |
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Die
Fachhochschulstudiengänge Burgenland bieten sowohl dreijährige
Bachelorstudiengänge als auch zweijährige Masterstudiengänge an, die
Vollzeit oder berufsbegleitend studiert werden können. Mag.a
Schwab-Matkovits ist es ein Anliegen, dass die Rahmenbedingung für die
berufsbegleitenden Lehrgänge verbessert und ausgeweitet werden sollen.
Sie ist sehr stolz auf die Bereiche Forschung und Entwicklung, ergänzt
aber auch hier mit dem stetigen Bemühen um Erweiterung.
Alfred Lehner, Direktor der Neuen Mittelschule Markt
Allhau, berichtet über dieses Erfolgsmodell nur Positives. Alle
Schüler/innen finden an dieser Schule eine breite Palette von
Bildungsangeboten unter einem Dach. Die gemeinsame Schule zeichnet sich
durch innere Differenzierung und Individualisierung aus. Jedes einzelne
Kind und dessen individuelle Fähigkeiten und Talente werden gefordert
und gefördert, es gibt demnach genügend Raum für Kreativität und
Entfaltung. Die breite individualisierende pädagogische Arbeit wird
ständig evaluiert und weiterentwickelt. Die Schule hat sich verändert,
auch die Disziplin der SchülerInnen – durch unsere Erziehung zu
selbständigen Denken und Handeln. Individuelles – Begabungen, oder
weniger – alles muss Platz haben und kann verbunden werden –
Facharbeiter und Akademiker, es geht darum nicht gegeneinander
auszuspielen, sondern um das Finden von Synergien. Es gilt in diesem
neuen Schulsystem vor allem die sozialpolitische Komponente
hervorzuheben und die Highlights im Unterschied zur herkömmlichen Schule
für Eltern, LehrerInnen und SchülerInnen hervor zu streichen. E-Learning
und Selbstorganisiertes Lernen muss Standard werden. Dies wird gelingen,
wenn die Grundhaltung der Erwachsenen vorherrscht, dass das Kind im
Mittelpunkt des Interesses steht. Somit sind LehrerInnen stetig
gefordert, sich auf Veränderungen einzulassen. |
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